Bewerbergeschichte des Monats Juni

Wenn man sich im Irrenhaus bewirbt!

Heute erzähle ich eine Bewerbergeschichte aus meinem eigenen Leben die ich vor einigen Jahren so erlebt habe.

Ich hatte mich bei einem Unternehmen als Außendienstmitarbeiter beworben.  Die Chance den Job zu bekommen war groß,  ich wurde zu einem ersten Gespräch eingeladen. Die Tätigkeit klang äußerst vielversprechend und ich hatte mich gut vorbereitet.

Die Firma, ein Großhandel, wurde von zwei Brüdern geleitet und diese beiden Herren empfingen mich auch in ihrem Büro. Das Gespräch nahm einen etwas seltsamen Verlauf, denn die beiden Brüder fragten mich unterschiedliche Dinge, die überhaupt nichts miteinander zu tun hatten. Es schien so, als wären sich die Herren nicht einig, was die Personalauswahl betraf. Zuerst dachte ich, dass ist wohl immer so, und hat es steckt eine gewisse Strategie dahinter.

Das Gespräch nahm allerdings immer skurrilere Formen an. Es gipfelte darin, dass die beiden Herren anfingen zu streiten. Ich saß einfach nur noch so dabei. Nach dem sich alles wieder etwas beruhigt hatte, übrigens auch durch mein gutes Zureden, verabschiedeten wir uns. Einer der Brüder meinte: „Wir werden uns bei Ihnen melden!“

Der Anruf der Firma kam knapp 10 Monate (!!) später. Man wollte mich zu einem zweiten Gespräch einladen. „Es gibt noch einiges zu besprechen, und wir möchten Sie gerne einstellen.“

Zu diesem Gespräch bin ich dann nicht mehr erschienen. Ich sagte der Firma ab. Wie ich später erfuhr, hatten sich die beiden Brüder so zerstritten, dass es im ganzen Unternehmen mittlerweile zwei verschiedene Lager gab. Beinahe hätte ich in einem Irrenhaus begonnen.

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