Mitarbeiter 50Plus sind gefragter denn je!

Der Fach- und Führungskräftemangel wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen, dies befürchten viele Personaler die ich in den letzten Wochen befragt habe. Zum gleichen Ergebnis kommt die Bonner Wirtschaftsakademie die bei 100 Personalentwicklern nachgefragt hatte. 

Bleibt die Frage, wie sich diesem Umstand entgegenwirken lässt. 
Und nun kommt die Generation 50Plus ins Spiel. Eine bessere Bindung dieser Mitarbeiter ist hierzu Grundvoraussetzung. Nur so kann man die Ressourcen der älteren Mitarbeiter nutzen wie z.B. Verantwortungsbereitschaft, große Planungssicherheit durch eine abgeschlossene Familienplanung, großes und langjähriges Know-How, einen riesigen Erfahrungsschatz und Führungserfahrung. 

Doch wie bindet man diese wertvollen Mitarbeiter an das Unternehmen? Leider sind die deutschen Firmen noch sehr unkreativ bei der  Mitarbeiterbindung. Diese stellt eine große Herausforderung dar, so die Meinung der Personalentwickler. 

Dabei kann das so einfach sein. Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeitmodelle, Wertschätzung und berufliche Anerkennung, spezielle Vergütungsmodelle, Förderung des Work-Life-Balance, E-Bike Leasing, frisches Obst und kostenfreie Getränke oder Mentorenprogramme für jüngere Mitarbeiter sind nur einige wenige Dinge, die zu einer Mitarbeiterbindung beitragen. 

Wenn man die Kosten für solch ein Programm gegenrechnet, mit dem Verbleib dieser erfahrenen Mitarbeiter so rechnet sich das allemal. Man muss es als Unternehmen nur tun.

Bewerbungsgeschichte des Monat Mai

Ein "Bombengespräch"

Mein Klient, Mitte 50, viel Erfahrung und mit reichlich Wissen ausgestattet berichtete mir von seinem letzten Vorstellungsgespräch. 

Als er den Raum betrat, saßen dort zwei ihm nicht bekannte Personen. Während sich die Personalchefin höflich vorstellte verharrte die zweite anwesende Person still auf ihrem Stuhl. Dieser stand aber nicht direkt am Besprechungstisch, sondern merkwürdiger Weise ein-zwei Meter entfernt davon, so als wäre dieser Mensch nur stiller Beobachter, was er dann auch war.

Die Personalchefin fing sogleich mit Ihren Fragen an, und mein Klient, der gut vorbereitet war, beantwortete das Fragengewitter. Man merkte ihm seine Unsicherheit, die durch die Anwesenheit der dritten Person entstand war, an. Jedoch versuchte er dies zu unterdrücken, indem er sich auf die Personalchefin konzentrierte. 

Die Blicke der dritten Person waren wir Blitze in seinem Nacken, und je länger das Gespräch dauerte wurde er zunehmend unsicherer. Das Gespräch war jetzt schon fast eine dreiviertel Stunde alt, und der Mann am anderen Ende des Tisches hatte noch kein Wort gesagt. 

Nun ging es um die Frage des Gehaltes. Als mein Klient sein Wunschgehalt nannte kam plötzlich Bewegung in die dritte Person. Er sprang auf, schlug mit seiner Faust auf den Tisch und schrie: "Es ist doch immer das gleiche mit diesen alten Säcken. Einen Haufen Geld verdienen wollen, aber bei jedem kleinen Gebrechen zuhause bleiben! "Ich sage Ihnen gleich," brüllte er die Personalchefin an, "das wird wieder nichts!" Er lehnte sich über den Tisch, so dass mein Klient seinen Atem spüren konnte und schrie noch lauter: "Sie stellen wir ganz bestimmt nicht ein" Dann verschwand er durch die Tür. 

Der Personalchefin war der Gesprächsverlauf sehr unangenehm und sie versuchte die Situation zu retten in dem sie einen Smalltalk begann. Mein Klient war jedoch jetzt schon im Abschiedsmodus, stand auf und verschwand durch die gleiche Tür wie der Geschäftsführer. Bei so einem Laden wollte er definitiv nicht arbeiten. 

Durchstarten 2019 - Das Magazin der Arbeitsagentur

Das Magazin der Arbeitsagentur "Durchstarten 2019 - Bewerber 50Plus" hat in diesem Jahr in ihrer Ausgabe das Interview mit mir veröffentlicht. Viele Bewerbungstipps für Mitarbeiter 50Plus. Viel Spaß beim Lesen.

Durchstarten 2019 - Das Magazin der Arbeitsagentur

Bewerbungsgeschichte des Monat April

Von Irrungen und Wirrungen

Einer meiner Klienten hat seinen Wohnsitz in Karlsruhe. Nun ist er seit einer geraumen Zeit verliebt, allerdings nicht in seiner Heimatstadt, sondern in der Nähe von Hamburg. Aus diesem Grunde suchte er meinen Rat. Er wollte sich im hohen Norden bewerben. Als Marketing-Manager sollte das kein größeres Problem darstellen. Die ersten Bewerbungen wurden versendet und die ersten Einladungen zum Vorstellungsgespräch trudelten ein. 

Eine Einladung kam von einem kleinen Start-Up Unternehmen. Die Stellenbeschreibung klang sehr interessant und die Aufgabenstellung vielversprechend. Der Termin wurde vereinbart.

Mein Klient buchte sich einen Flug nach Hamburg, nahm sich dort einen Mietwagen und fuhr zu der angegebenen Adresse.
Als er pünktlich dort ankam traute er seinen Augen nicht. Dort war keine Firma, sondern nur eine riesige Baustelle. Verwundert über diese Tatsache rief er beim Start-Up Unternehmen an. 

Nun bekam er die Aussage, dass auf den Briefköpfen schon die neue Adresse angegeben wird, dies geschieht aus Kostengründen. Der Einzug in das dann fertig gestellte neue Gebäude ist in 10 Monaten (!!!).

Mein Klient fragte nach der richtigen aktuellen Adresse. Jedoch bekam er nun zu hören, dass man den Termin nicht einhalten könne, da die Adresse am anderen Ende der Stadt ist, und die Fahrtzeit mindesten 45 Minuten beträgt. Somit wäre mein Klient zu spät zum Vorstellungsgespräch erschienen und im Unternehmen legt man größten Wert auf Pünktlichkeit.
Als mein Klient später im Flieger auf dem nach Hause Weg saß, dachte er über das heutige Erlebnis nach. Zuhause angekommen sendete er an das Unternehmen eine E-Mail und erteilte ihnen eine Absage. Zur weiteren Kommunikation  gab er allerdings nicht seine derzeitige Adresse in Karlsruhe an, sondern eine noch nicht existente in Hamburg.

Bewerbungstraining der 9. Klasse am Schiller Gymnasium

 

Zwei Termine - zweimal Bewerbungstraining: 
Beim ersten Treffen hatten wir die Grundlagen für eine gute Bewerbung besprochen, wie verfasse ich ein Anschreiben, wie sieht ein perfekter Lebenslauf aus.
Beim zweiten Termin übten wir Vorstellungsgespräch - jeder Schüler 4 Fragen mit Feedback der ganzen Klasse am Ende.

Es hat super viel Spaß gemacht, die Klasse hat prima mitgemacht - ein großes Lob!