Rekord bei unbesetzten Stellen

Rekord bei offenen Stellen

Noch nie gab es so viele unbesetzte Arbeitsplätze in Deutschland. Laut einer Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB gab es im letzten Quartal 2017 1,2 Millionen offene Stellen. Die meisten davon in unternehmensnahen Dienstleistungen, also Zeit- oder Personaldienstleistungsfirmen. Ein Großteil entfällt ebenso auf das verarbeitende und das Baugewerbe.

Warum scheitern trotzdem so viele Bewerber an den Hürden eine neue Stelle zu finden?

Das Geheimnis liegt sicherlich zum Großteil an der eigenen Qualifikation und an den Bewerbungsunterlagen. Zu häufig sind diese nicht aussagekräftig genug um zu Punkten. Die Firmen legen heute großen Wert darauf, was ein Bewerber schon geleistet hat und welche Erfahrung er mitbringt. Die Unterlagen die der Bewerber einreicht sind oft nicht spannend und gezielt auf die Stelle zugeschnitten. Die Bewerber recherchieren zu oft nicht genug und bewerben sich einfach mit den herkömmlichen Unterlagen. Doch das reicht nicht aus. Eine Bewerbung muss heute so geschrieben sein, dass es den Personaler vom „Hocker“ reißt, dass er wissen will wer hinter dieser Bewerbung steckt und diesen Menschen unbedingt kennen lernen will. Kreativität ist gefragt! Aussagekräftige Bilder, ein Lebenslauf der etwas aussagt und vielleicht eine dritte Seite, mit den wichtigen Soft Skills sind notwendig. Dann kann ich als Bewerber punkten.

Was disqualifiziert Bewerber - warum scheitern Bewerbungen?

Warum scheitern Bewerbungen – oder was disqualifiziert Bewerber?

In den letzten Monaten habe ich durch eine Online-Umfrage bei 487 Unternehmen aus vielen verschiedenen Branchen, darunter Maschinenbau, Automobilzulieferer, Steuerberater, Banken, Handwerk, Personaldienstleister und Elektronik, in Erfahrung bringen wollen, was Bewerber disqualifiziert und warum Bewerbungen scheitern.
Immer wieder werde ich von meinen Klienten gefragt, warum die versendete Bewerbung nicht in die engere Wahl bei betreffenden Unternehmen gelangte. Dies veranlasste mich dazu, diese Umfrage zu starten.
Im Folgenden zeige ich Ihnen die Ergebnisse.

  • 62% Fehler in der Rechtschreibung                                           
  • 49% Ansprechpartner nicht genannt                                        
  • 37% Unternehmen / Anschrift falsch                                         
  • 32% Lücken im Lebenslauf ohne Erklärung                                 
  • 28% Fehlende Unterlagen                                                       
  • 25% Kein individuelles Anschreiben                                           
  • 23% Unprofessionelles Bild                                                       
  • 18% Geruch der Unterlagen                                                     
  • 17% Fehlende Qualifikation                                                      
  • 14% Langweilige, wenig aussagekräftige Unterlagen                      

Einige bemerkenswerte Aussagen der Personaler. Verwunderlich, dass über 60% der Verantwortlichen Rechtschreibfehler entdecken. Das beispielsweise der Geruch der Unterlagen eine Rolle spielt oder eben ein schlechtes Bild. Die fehlende Qualifikation hat in dieser Statistik nur eine Nebenrolle. Deshalb, achten Sie bei Ihrer Bewerbung auf alle Details.

Geben Sie Ihre Unterlagen Freunden oder Bekannten um sie nochmals zu lesen – lassen Sie sich professionell fotografieren – informieren Sie sich über das betreffende Unternehmen richtig – erstellen Sie eine aussagekräftige Bewerbung. Damit erhöhen Sie ihre Chancen in die engere Auswahl zu kommen und den angestrebten Job zu ergattern.

Mein persönlicher Jahresrückblick

Was für ein Jahr!
Mein persönlicher Rückblick – Ich sage DANKE

  • allen meinen Freunden
  • das ich Autor werden konnte
  • Rovin Riegsinger von 08/15 Films für meine Videoreihe
  • meiner überragenden Ehefrau
  • für unvergessliche Stunden in Freiburg und Köln
  • für 126 neue tolle Klienten
  • meinen zwei Kindern
  • Krabben mit Knoblauch
  • Otto
  • meiner neuen Kooperation als Personalberater
  • meinem Schüler Andre
  • dem nächsten Buchprojekt
  • das alles super geklappt hat mit dem Umzug
  • der LFA und der DAA
  • Klaus Bambach dem besten Fotografen
  • Take That die mich immer begleiten
  • meinem Wurstsalat
  • den vielen guten Ideen für das neue Jahr
  • Markus Schäfer von avanovum
  • und allen die ich hier vergessen habe …

"Im Geheimdienst Ihrer Mission"

Ihre Mission ist klar - ein Berufswechsel steht an. Doch was ist zu beachten, dass man nicht von einem Irrenhaus in das nächste wechselt? Zunächst ist es wichtig, dass Sie eine gründliche Firmen-Spionage betreiben. Rufen Sie beim Wunschunternehmen an, fordern Sie eine Firmenbroschüre an, sprechen Sie mit Mitarbeitern oder schauen Sie in sozialen Netzwerken nach. Wie wird das Unternehmen dargestellt? Was bietet Ihnen die neue Firma. Welche Werte werden gepflegt?

Erst wenn alle Erwartungen erfüllt werden, sollten Sie sich bewerben. Wenn man sich nicht sicher ist, was oder wo man eigentlich arbeiten will oder welche Tätigkeiten einem Spaß machen, sollten man sich vorab eine Wunsch-Firma bauen. Das geht ganz einfach. Beantworten Sie folgende Fragen:

  • Wie groß soll das Unternehmen sein für das ich arbeiten will?
  • In welchem Umkreis meines Wohnortes soll die Firma liegen?
  • Was tut das Unternehmen? Was wird hergestellt, oder welche Dienstleistung bietet es an?
  • Handelt es sich um einen Familienbetrieb oder einen Konzern?
  • Was genau soll Ihre Tätigkeit dort sein? Beschreiben Sie einen Arbeitstag!
  • Was soll Ihnen das Unternehmen bieten?
  • Was wäre für Sie im neuen Geschäft ein absolutes "No Go"?
  • Was möchten Sie verdienen?
  • Welche Ihrer bisherigen Tätigkeiten war die beste/schlechteste?

Wenn man alle diese Fragen beantworten kann ist man bereit für einen Arbeitsplatzwechsel. Dann kann die Mission starten. Man benötigt eine klare Definition dessen was man tun will. Schließlich verbringt man den Großteil seines Lebens am Arbeitsplatz.

Teil 2 "Bewerbungsfieber"

„Weltmännisch – mutig – adrett – vielwissend – schlagfertig – erfolgreich“

Dies sind die Attribute die den wohl bekanntesten Agenten der Filmgeschichte auszeichnen. Immer einen Schritt voraus, genau wissen was sein Gegner als nächsten Schritt wählt, in jeder Situation besser sein als sein Gegenüber, ganz egal wie gerissen dieser ist.

Bei einer Bewerbung ist dies ebenso wichtig. Sie sollten sich auf jede Bewerbung so vorbereiten als wäre es ein Auftrag. Ein Auftrag an Sie selbst. Genauso verhält es sich mit Vorstellungsgesprächen, Gehaltsverhandlungen und der Kommunikation an Ihrem Arbeitsplatz.

Der Film beginnt: Ein Mann kommt von rechts in das Bild gelaufen, dreht sich blitzschnell und zieht seine Waffe, er zielt und feuert und trifft genau ins Schwarze. Jeder kennt die Anfangssequenz eines Bond-Films. Keiner wird sie je vergessen und wenn am Abend darüber geredet wird weiß jeder sofort welcher Film gemeint ist. Es ist James Bond Zeit!

Bei Ihrem Vorhaben, sich zu bewerben, sich eine geeignete Firma auszusuchen und den richtigen Arbeitsplatz zu finden ist es im Grunde genommen genau das Gleiche. Sie müssen mit Ihrer Bewerbung ins Schwarze treffen. Sie müssen Aufsehen erregen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen und am Ende als Sieger dastehen.

James Bond kann das alles ausgezeichnet. Er bewegt sich immer am Rande des Erlaubten, er weiß was zu tun ist und ist immer sehr gut vorbereitet. Selbst in ausweglosen Situationen bleibt er gelassen und findet immer einen Weg.

Nehmen Sie sich diese Person als ein kleines Vorbild. Auch beim Bewerben kann einiges schief laufen, es können Absagen kommen oder Ihre Bewerbung fällt durch. Das sollte kein Hindernis für Sie darstellen, denn dann war dieses von Ihnen ausgewählte Unternehmen nicht das richtige für Sie. Verlieren Sie niemals den Mut und zeigen Sie Ehrgeiz und Stehvermögen. So können Sie bestehen.

Das Auftreten, die Vorbereitung, die Schlagfertigkeit und vor allem der Mut. Das ist es was Sie benötigen um sich richtig zu bewerben.

Darum war es keine große Herausforderung James Bond und Bewerbung in Einklang zu bringen. Um Ihnen zu zeigen, dass Sie vor niemanden Angst haben müssen und schon gar nicht vor der Bewerbung entstand dieser Blog. Sie müssen nur mutig sein und Ihr Herz in beide Hände nehmen. Dann wird es klappen mit Ihrer Bewerbung und der Suche nach dem Wunschunternehmen und dem Job der endlich Spaß macht.

50 Jahre hat unser Geheimagent bisher überdauert. Sollten Sie die richtige Bewerbung schreiben, das Vorstellungsgespräch meistern und Ihren Traumjob ergattern dann kann das Verbleiben in Ihrem Wunschunternehmen unter Umständen genauso lange andauern.