Heute erzähle ich eine Bewerbergeschichte aus meinem eigenen Leben die ich vor einigen Jahren so erlebt habe.

 

Ich hatte mich bei einem Unternehmen als Außendienstmitarbeiter beworben.  Die Chance den Job zu bekommen war groß, ich wurde zu einem ersten Gespräch eingeladen. Die Tätigkeit klang äußerst vielversprechend und ich hatte mich gut vorbereitet.

Die Firma, ein Großhandel, wurde von zwei Brüdern geleitet und diese beiden Herren empfingen mich auch in ihrem Büro. Das Gespräch nahm einen etwas seltsamen Verlauf, denn die beiden Brüder fragten mich unterschiedliche Dinge, die überhaupt nichts miteinander zu tun hatten. Es schien so, als wären sich die Herren nicht einig, was die Personalauswahl betraf. Zuerst dachte ich, dass ist wohl immer so, und hat es steckt eine gewisse Strategie dahinter.

Das Gespräch nahm allerdings immer skurrilere Formen an. Es gipfelte darin, dass die beiden Herren anfingen zu streiten. Ich saß einfach nur noch so dabei. Nach dem sich alles wieder etwas beruhigt hatte, übrigens auch durch mein gutes Zureden, verabschiedeten wir uns.

Einer der Brüder meinte: „Wir werden uns bei Ihnen melden!“

Der Anruf der Firma kam knapp 10 Monate (!!) später. Man wollte mich zu einem zweiten Gespräch einladen. „Es gibt noch einiges zu besprechen, und wir möchten Sie gerne einstellen.“

Zu diesem Gespräch bin ich dann nicht mehr erschienen. Ich sagte der Firma ab. Wie ich später erfuhr, hatten sich die beiden Brüder so zerstritten, dass es im ganzen Unternehmen mittlerweile zwei verschiedene Lager gab. Beinahe hätte ich in einem Irrenhaus begonnen.

Gestern fanden im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntag in Pforzheim die letzten beiden Führungen durch die "James Bond Ausstellung" in den Schmuckwelten statt. 16 Führungen mit mehr als 450 Besuchern, zahlreiche Firmen und der James Bond Club Deutschland waren dabei. Jedes Mal hat es mir sehr viel Spaß gemacht.

Wie entstand mein Serviceveredelungs-Seminar?

Viele Klienten und Besucher meines „Serviceveredelungs-Seminares“ wollten wissen, warum ich dieses Seminar entwickelt habe.

Hier kommt die Erklärung dazu:

„An einem Wintermorgen hatten wir zuhause Besuch von einem Servicetechniker, der unsere Ölheizung warten sollte. Nachdem der Techniker zu spät zum Termin erschien, ohne die Füße abzuputzen unser Haus betrat und im Heizungskeller verschwand ohne ein freundliches „Guten Tag“, fand ich dies doch sehr befremdlich.

Doch es kam noch besser.

Ich besuchte unseren Techniker im Keller und fragte ob er etwas trinken wolle, was er verneinte. Überhaupt war er sehr kurz angebunden, was seine Aussagen betraf.

Kurz darauf ging der Techniker zu seinem Auto um etwas zu holen, was er offensichtlich vergessen hatte. Er kam wieder, betrat das Haus zum zweiten Mal ohne sich die Schuhe abzustreifen (bei Schnee besonders schön) und sagte dann: „Herr Fischer, Ihre Heizung muss gereinigt werden, das dauert“.

Herr Fischer? Wer ist das? Scheinbar war unser Techniker nicht vorbereitet. Danach verschwand er wieder. Kurze Zeit später verließ der „Service-Mann“ unser Haus und kam auch nicht wieder. Er hatte sich nicht verabschiedet und zudem ging unsere Heizung nicht mehr.

Ich rief also bei der betreffenden Firma an um mich zu erkundigen wie es denn weitergeht, da es draußen doch etwas kalt ist.

Die Dame am Telefon war nicht sehr freundlich. Außerdem wusste sie nichts von einem Technikerbesuch am heutigen Tag bei uns.

All diese Vorgänge bewogen mich dazu, ein Serviceveredelungs-Seminar zu entwickeln, und offenbar habe ich damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Zuspruch ist sehr groß.

Heute beobachte ich Menschen die mit Kunden zu tun haben viel genauer. Wie funktioniert Service wirklich? Diese Erfahrungen bringe ich in mein Seminar mit ein.

Haben Sie ähnliches erlebt? Dann schreiben Sie es mir unter mail@oliver-stiess.de

Seit 2009 gibt es die TrainingsAkademie, zuerst in Kieselbronn und nun seit einem Jahr in Pforzheim im Innotec-Zentrum.

Mehr als 250 Klienten aus ganz Deutschland begrüßte ich seither in der Goldstadt.Ob Bewerbungscoaching, Karriereberatung oder Work Life Balance, für alle bin ich äußerst erfolgreich tätig.

Von überall her, aus Würzburg, Freiburg, Stuttgart, Mainz und sogar aus Hamburg kommen die Klienten nach Pforzheim um sich in Sachen Karriere beraten zu lassen.

Als Deutschlands erster Karrierecoach im Verkauf habe ich mir mittlerweile einen Namen gemacht.

„Ich habe, nachdem mich ein Klient aus Osnabrück auf das Stadtbild von Pforzheim angesprochen hat, sogar Bilder vom alten Pforzheim aufgehängt, so dass die Klienten sehen was für eine schöne Stadt Pforzheim war“.

 

Das „Serviceveredelungs-Seminar“ ist bereits ebenso erfolgreich etabliert.

Die Bewerbergeschichten die ich auf meiner Homepage verfasse, erfreuen sich großer Beliebtheit und haben monatlich weit über 500 Leser.

Vielen Dank dafür.

Ist es denn möglich? 16.000 offene Lehrstellen.
Was tun denn unsere Unternehmen und was tun denn die Bewerber?

Jeden Tag muss ich miterleben, dass Lehrstellensuchende  oft unfähig sind eine ordentliche Bewerbung zu schreiben. Die Bewerbungen sind sehr häufig mit Fehlern gespickt, unvollständig oder schlampig geschrieben. Auch sind die Ausbildungssuchenden nicht in der Lage, sich ausreichend über das betreffende Unternehmen zu informieren, geschweige denn, dass sich über den Beruf und die Tätigkeiten im Klaren sind.

Allerdings muss ich sagen, dass die Informationen über Bewerbungen seitens der Ämter oder Schulen sehr häufig veraltet und nicht sehr aktuell sind.

Die Kehrseite der Medaille sieht allerdings oft nicht besser aus, da viele Unternehmen die Anforderungen derart hochschrauben, dass der Azubi schon vorher durch das Raster fällt.

Ist es denn nicht möglich, dass Firmen auch einmal schlechteren Bewerbern eine Chance geben?
Viele Jugendliche sind doch lernfähig und später oft die besten und treuesten Mitarbeiter, gerade weil sie diese Chance erhalten haben.

Mein Appell für die Firmen lautet: Gebt auch schlechteren Bewerbern die Möglichkeit sich zu entfalten und für die Ausbildungssuchenden heißt die Devise: Anstrengen und sich viel mehr Mühe geben beim Bewerbungen schreiben.