In diesem Monat erzähle ich einmal aus der Sicht eines Bewerbers.

Denn es gibt nicht nur unter den Bewerbern schwarze Schafe, sondern besonders auch in den Unternehmen.
Ein Bewerber erzählte mir folgende Geschichte: 

Die Personalerin eines mittelständischen Unternehmens forderte die Unterlagen meines Klienten an, nachdem Sie auf sein Profil im Internet aufmerksam geworden war.
Nach ausreichenden Recherchen sendeten wir selbstverständlich  sehr gute Unterlagen an diese Firma.

Vier Wochen herrschte Stille. Keine Eingangsbestätigung, keine Rückmeldung, nichts!
Also fragte mein Klient, nach Rücksprache mit mir, bei besagtem Unternehmen nach. Die Personalerin war allerdings nicht zu erreichen.

Eine Woche später kam dann plötzlich eine Antwort. Mein Klient müsse sich irren, die Personalerin kenne ihn gar nicht,
Daraufhin sendete mein Bewerbungskandidat der Dame ihre  eigene Korrespondenz samt erfolgter  Anfrage  zu. Nach zwei Wochen kam von einem anderen Personaler aus der gleichen Firma eine Absage, mit der Begründung, dass man die Initiativbewerbung leider nicht berücksichtigen könne, weil man derzeit niemanden suche.

Merkwürdigerweise wurde zwei Tage vorher in der Tageszeitung eine für meinen Klienten genau passende Stelle ausgeschrieben.  

Vorbereitung ist das halbe Leben!

Immer wieder erlebe ich in meinen Beratungen, dass sich Menschen, und hier gerade die jüngeren, die sich beruflich verändern wollen, nicht oder nur ungenügend auf ihren neuen Job vorbereiten. Dabei ist eine gute Vorbereitung das aller Wichtigste. Hierbei spielt es keine Rolle, ob ich einen Job im Büro, eine Verkaufstätigkeit im Fahrradgeschäft oder ein Praktikum im Krankenhaus beginne.

Es reicht nicht aus, einfach hinzugehen und zu sagen „Hoppla da bin, jetzt bringt mir mal was bei!“ Ich muss mich darüber informieren was ich in meinem neuen Berufsumfeld tun muss, vielleicht erfahre ich wer meine Kollegen sind, in welcher Abteilung ich arbeite und am wichtigsten ist, was sind dort meine Aufgaben und meine Tätigkeiten.

Im Vorfeld muss ich mich über meinen neuen Arbeitgeber ausreichend erkundigen, in dem ich dort z.B. angerufen habe oder dort vorbei gegangen bin, vielleicht ergibt sich sogar die Gelegenheit meine neue Abteilung anzusehen.

Es gibt viele Möglichkeiten für eine richtig gute Vorbereitung auf dem Weg in ein neues Berufsleben. Nutzen Sie diese aus, oder fragen Sie mich.

Liebe Leser:
Heute gibt es an dieser Stelle keine Bewerbergeschichte im üblichen Sinne. Ich erzähle Ihnen sieben unglaubliche Sachverhalte, die mir bei meiner Umfrage berichtet wurden.

Ein Bewerber schrieb: "Ich war außerordentlich erfolgreich für meine Frau beschäftigt."

Ein Bewerber behauptete, er sei seit 1970 bei Microsoft Windows beschäftigt gewesen. Bill Gates hat Microsoft allerdings erst 1975 gegründet.

Ein Bewerber heftete sein Hochzeitsfoto an seinen Lebenslauf.

Ein Bewerber reichte ein gefälschtes Universitätszertifikat mit unzähligen Rechtschreibfehlern ein.

Ein Bewerber wollte es geschafft haben, zwei Praktika während des gleichen Zeitraums in zwei unterschiedlichen Ländern zu absolvieren.

Ein Bewerber gab an, während eines bestimmten Zeitraums für ein Unternehmen gearbeitet zu haben. Pech, dass gerade der Personalmanager zu selben Zeit in der selben Firma gearbeitet hatte und den Bewerber nicht kannte.

Ein Bewerber gab die Zeit, die er im Gefängnis gesessen hatte, als Zeitraum an, den er für die Stellensuche genutzt hatte.

Laut einer Umfrage des Jobportals Careerbuilder.de hat jeder zweite Arbeitgeber schon einmal Unwahrheiten in  Bewerbungsunterlagen  entdeckt.

Der nächste Termin für das "Serviceveredelungs-Seminar" steht fest.
Anbei finden Sie das Formular um sich für diesen Workshop anzumelden.

Ich freue mich bereits darauf, Sie persönlich kennen zu lernen.

In dieser Ausgabe geht es dieses Mal um "Work Life Balance".
Der Fall:

Ein Manager kommt völlig abgehetzt zu unserem ersten Beratungstermin in meine Karriereberatung. Nervös schraubt er immer wieder an seinem Kugelschreiber herum, während er sich mit mir unterhält. Unruhig wackelt er mit seinen Beinen auf und ab. Der Manager erzählt mir: "Ich habe nur noch meine Arbeit im Kopf, arbeite fast 16 Stunden am Tag und wenn ich abends nach Hause komme bin ich leer und ausgebrannt. Für meine Frau und die Kinder habe ich dann keine Zeit und auch keine Nerven."

Als ich nachfrage erfahre ich, dass die Firma gerade eine Insolvenz hinter sich hat. Der Manager musste viele Arbeiten von Kollegen übernehmen, die entlassen wurden. Seine Frau macht ebenso Druck, sie fühlt sich vernachlässigt. 
Das einzige was Ihm noch Spaß macht ist das Fahrradfahren. Allerdings kommt das immer seltener vor.

Nun sitzt er bei mir in der Beratung und sagt: "Ich möchte einfach wieder mehr Energie haben, zufriedener sein und mit meiner Situation besser umgehen können."

Was ist hier nun zu tun?

Wir ermitteln gemeinsam die Werte des Managers, die er offensichtlich völlig vernachlässigt. Wer das tut, dem geht es nicht gut!
Zuerst sammeln wir positive Erlebnisse, dabei filtern wir seine Werte heraus und prüfen sie. Danach entwickeln wir seine Lebensvision. 
Bei unserem Manager wurden folgende Werte ermittelt: Abenteuerlust, Mut, Selbständigkeit Fitness und Verantwortung. Diese Werte wurden alleine durch das Erzählen von verschiedenen Geschichten aus dem Leben unseres Managers herausgefiltert.
Nun beginnt die Werteverwirklichung. Wir prüfen gemeinsam in welchen Lebensbereichen der Manager seine Werte einsetzt, und wann er nicht danach lebt.
Auch legen wir sein Stress- und Zeitmanagement fest. Wir hinterfragen seine Glaubenssätze.

Am Ende der Beratung erhalten wir ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. 
Unser Manager weis nun wo sein Weg hinführt und wie er zu seinem Ziel gelangen kann. Welche Schritte er einleiten muss und wie er mit seiner derzeitgen Situation umgehen muss.
Er hat sein Ziel erreicht.

Im nächsten Monat erzähle ich Ihnen, wie Sie gut vorbereitet in eine Gehaltsverhandlung gehen.