Kleine Ausreden - große Auswirkung

Das Verhinderungsprogramm im Kopf

Sie wollen den Arbeitgeber wechseln? Sie wollen aufhören mit Rauchen? Sie wollen mehr Sport treiben? Sie wollen sich gesünder ernähren? Sie wollen mehr Lachen? Kennen Sie das? Sie nehmen sich etwas ganz fest vor, und dann schaffen Sie es nicht, das geplante Vorhaben umzusetzen.

Alles wird geplant bis ins kleinste Detail und doch verpufft es nach ein paar Tagen wieder, es verschwindet wie von Geisterhand. Die Ausreden dafür häufen sich, warum Sie ihr Ziel nicht erreichen können. Das Verhinderungsprogramm beginnt zu laufen, und Sie versorgen es immer aufs Neue mit Nahrung.

„Ich habe keine Zeit, der Stress ist zu groß, wann soll ich denn das noch schaffen“
„Das ist ein ganz schlechter Zeitpunkt, denn gerade muss ich mich um viele andere Dinge kümmern“
„Ich will mich ja gesünder ernähren, aber immer wenn ich einkaufen gehen will hat der Bio-Markt schon zu“
„Ich möchte den Job wechseln, aber ich weiß nicht wie man eine gute Bewerbung schreibt“ 

Haben Sie sich darin wieder gefunden? Hatten Sie gerade das Gefühl, das kenne ich irgendwoher? Etwas zu ändern ist nicht immer so schwer. Meistens versteckt man sich eben, und das sehr häufig, hinter kleinen Ausreden. Wenn man etwas tun will, es aber nicht schafft, hilft ein ABER immer sehr gut. Das Geheimnis der Veränderung ist nicht so groß wie beispielsweise die Entdeckung Amerikas. Nein, das Geheimnis liegt alleine im TUN!

Sie müssen die Veränderung wollen, Sie müssen Sie umsetzen und Sie alleine sind dafür verantwortlich, dass es funktioniert.  Ein paar Ausreden, die ich häufig höre.

  • Ich kann kein Englisch/keine Fremdsprachen
  • Ich habe keine Berufserfahrung
  • Ich habe kein Abitur
  • ich habe nicht studiert
  • Ich bin zu alt
  • Ich bin zu jung
  • Ich habe zu oft gewechselt
  • Ich habe zu wenig gewechselt
  • Ich bin zu hässlich
  • Ich bin zu hübsch
  • Ich bin zu sehr Spezialist
  • Ich bin kein Spezialist
  • Ich bin nicht gebildet genug
  • Ich habe nur für große Unternehmen gearbeitet
  • Ich habe nur in kleinen Unternehmen gearbeitet
  • Ich bin introvertiert
  • Ich bin extrovertiert
  • Ich komme aus der falschen Branche
  • Ich komme von einem anderen Planeten
  • Ich bin kein Geheimagent

 Schalten Sie ihr Verhinderungsprogramm im Kopf aus.

Mitarbeiter Ü-50 und ihre Erlebnisse

Mitarbeiter Ü-50. Was ist in unseren Unternehmen los?

 

Derzeit berate ich viele Arbeitnehmer im fortgeschrittenen Alter. Diese Bewerber müssen im Bewerbungsprozess anders agieren als „normale“ Bewerber. Sie müssen mehr tun und sich besonders mit dem sogenannten verdeckten Stellenmarkt beschäftigen. Sie sehen sich mit unglaublichen Situationen konfrontiert die ich aus gegebenen Anlass hier dokumentieren möchte:
So wurde mir von Seh- und Hörtests erzählt. Einem Bewerber wurde tatsächlich eine Leseseite vorgehalten um festzustellen ob er noch etwas sieht.  Bei einem anderen wurde so offensichtlich während des Vorstellungsgespräches geflüstert, mit dem Hintergrund, dass man erfahren wolle ob er noch gut hört.

Als ich in dieser Woche mit einem Geschäftsführer telefonierte um mich danach zu erkundigen, warum mein 54 jähriger Klient eine Absage bekommen habe, wurde mir erläutert, dass man glaube, dieser Bewerber ist dem hohen und schnellen Arbeitsaufwand nicht gewachsen. Vielleicht sollte sich der Chef gleich selbst entlassen, er ist auch schon knapp 60 Jahre alt.

Einem meiner Klienten wurde in der Probezeit gekündigt, mit der Aussage, er arbeite zu langsam. Wohlgemerkt für ein Projekt der Deutschen Bahn, die auch nicht gerade für ihre Schnelligkeit bekannt ist.

Ein anderer meiner Klienten (52 Jahre alt) wurde gar nicht erst zum Gespräch eingeladen, obwohl er mehr als qualifiziert für die Stelle war, mit der schriftlichen Begründung, der Vorgesetzte habe Angst um seine eigene Position. 

Ein weiterer Klient fuhr knapp zwei Jahre lang wöchentlich über 150 km zu seiner Arbeitsstelle. Dort wohnte er auf dem Firmengelände in einem Wohnwagen. Man war der Meinung, er benötige keine Firmenwohnung, da er vielleicht bald eh nicht mehr fahren kann aufgrund seines Alters. Er ist 55 Jahre alt!

Ich frage mich, was ist in unseren Unternehmen los? Sind denn alle Vorgesetzten oder Geschäftsführer 25 Jahre alt und frisch von der Uni? Wird auf Erfahrung, Ausgeglichenheit, Ruhe in stressigen Situationen und Genauigkeit heute kein Wert mehr gelegt?

Haben Sie auch solche Situationen erlebt? Dann schreiben Sie mir eine E-Mail an

mail@oliver-stiess.de

Versteckte Botschaften im Zeugnis

Immer wieder werden wir im Rahmen unserer Beratung gebeten, Zeugnisse zu analysieren und die versteckten Botschaften die darin enthalten sind, zu entschlüsseln. Deshalb an dieser Stelle 10 wichtige Doppelbotschaften in Zeugnissen:

  1. „Er verfügt über Fachwissen und ein gesundes Selbstvertrauen“
    Das klingt erst einmal positiv. Gemeint ist damit aber etwas ganz anderes: Ein Mitarbeiter, der so in seinem Zeugnis charakterisiert wird, gilt als anstrengend, arrogant, überheblich – und er widersetzt sich womöglich sogar Anordnungen. Zudem lässt sich so jemand nichts sagen. Anders ausgedrückt: Große Klappe, nichts dahinter.
  1. „Er zeichnete sich besonders durch seine Pünktlichkeit aus“
    Es ist doch gut, wenn Sie immer pünktlich bei der Arbeit waren, oder? Leider hat aber auch dieser Satz eine versteckte Aussage: Mehr als Pünktlichkeit kann man Ihnen nicht attestieren. Sie haben keine erwähnenswerten Leistungen erbracht und sich auch sonst auf keine andere Weise hervorgetan. Autsch.
  1. „Wir wünschen ihm alles Gute und Gesundheit“
    Was wie ein netter Wunsch zum Geburtstag klingt, heißt in Wirklichkeit: Achtung, dieser Mitarbeiter ist ständig krank – oder er feiert ausgesprochen häufig krank. Beides ist keine gute Grundlage, um sich mit diesem Zeugnis zu bewerben.
  1. „Seine Geselligkeit trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei“
    Ein Klassiker: Gesellig waren Sie in diesem Fall vor allem für sich selbst. Die Formulierung sagt aus, dass Sie ein Alkoholproblem haben – und womöglich sogar bei der Arbeit getrunken haben.
  1. „Er war bei seinen Kollegen und Vorgesetzten beliebt“
    Achtung, hier kommt es auf die Stellung der Wörter an: Eigentlich sollten die Vorgesetzten zuerst genannt werden, weil sie höher im Rang stehen. Werden die Kollegen an die erste Stelle gesetzt, dann bedeutet das, dass Sie ein Problem mit Ihren Vorgesetzten hatten (oder diese mit Ihnen). Das gilt auch, wenn in der Formulierung nur Kollegen, nicht aber Ihre Vorgesetzten erwähnt werden.
  1. „Den Kollegen gegenüber war er ein einfühlsamer Mitarbeiter“
    Wie schön – anscheinend hatten Sie Verständnis für die Belange anderer Menschen. Leider heißt diese Aussage aber vor allem, dass Sie unentwegt mit Ihren weiblichen Kollegen geflirtet haben und sich Ihnen sexuell genähert haben. Übrigens: Wenn es „umfassend einfühlsam“ heißt, dann sagt dies aus, dass Sie vor allem an den männlichen Kollegen sexuell interessiert waren.
  1. „Er hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten eingesetzt“
    Sie haben getan, was Sie konnten. Leider hat Sie das nicht sehr weit geführt, da sich Ihre Fähigkeiten in Grenzen halten. Das jedenfalls besagt dieser Satz. Ähnlich ist auch die Aussage „Er hat sich stets bemüht“ zu verstehen: Sie haben zwar Engagement gezeigt, aber leider waren Sie nicht in der Lage, die Anforderungen zu erfüllen.
  1. „Ihm wurde die Gelegenheit zu Fortbildungsmaßnahmen geboten“
    Sie hätten sich weiterbilden können – nur leider haben Sie daran überhaupt kein Interesse gezeigt. In diesem Satz fehlt die Aussage, dass Sie die entsprechenden Angebote auch wahrgenommen haben. Damit wirken Sie zugleich unmotiviert und desinteressiert.
  1. „Er hat alle Aufgaben in seinem und im Firmeninteresse gelöst“
    Diese Aussage klingt bereits merkwürdig – und sie ist es auch. Darin wird verklausuliert ausgedrückt, dass Sie Firmeneigentum gestohlen haben. Sollte dies den Tatsachen entsprechen, dürfte es schwierig sein, diesen Satz aus dem Zeugnis zu entfernen. Wenden Sie sich in allen anderen Fällen unbedingt an die Personalabteilung Ihres alten Arbeitgebers oder an einen Anwalt.
  1. „Wir wünschen ihm alles Gute und Erfolg“
    Achtung: Wenn im Schlusssatz darauf hingewiesen wird, dass Ihr bisheriges Unternehmen Ihnen Erfolg wünscht, dann klingt das zwar positiv. In Wirklichkeit besagt es aber, dass Sie dort keinen Erfolg hatten.

Die drei häufigsten beruflichen Vorsätze für das neue Jahr

Die drei besten Vorsätze für das neue Jahr

Während meiner Befragung von vielen Klienten, Kunden und Mitarbeitern in Unternehmen wurden mir diese drei Vorsätze für das neue Jahr am häufigsten genannt:

  • 84% bessere berufliche Perspektive
  • 37% nächster Karriereschritt
  • 22% ausgewogene Work Life Balance

Was haben Sie sich vorgenommen für 2020? Schreiben Sie es mir.

DANKE 2019


Und auch in diesem Jahr gilt es DANKE zu sagen an...


- 124 tolle Klienten die uns Ihr Vertrauen geschenkt haben
- die Kollegen der contec GmbH in Bochum
- meinen Freund Andre
- unseren Hund Otto
- meine Frau 
- unserem Steuerberater
- Markus Schäfer und Avanovum der immer mit Rat und Tat zur Seite stand
- allen, die auch in schwierigen Tagen für uns da waren
- den ganzen Rest der Familie
- die beste Grafikerin weltweit, Alex Braun

Bestimmt habe ich jemanden vergessen, er oder sie möge es mir nachsehen, denn es war ein wirklich
ereignisreiches Jahr 2019.

Die TrainingsAkademie wünscht allen schöne Feiertage und einen super Start in das neue Jahr 2020